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Kategorie: Ökologisch Gärtnern

Kritierien für einen naturnahen Garten

Lust darauf, naturnah zu gärtnern und gestalten?

Auf diese drei Kriterien kommt es an:

  1. Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, auf Kunstdünger und auf den Einsatz von Torf. Dadurch weist der naturnahe Garten eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) auf.
  2. Als Besonderheit zeigt er natürliche Elemente, wie ein „wildes Eck“, viele gebietstypische blühende Sträucher und Blumen, die Bienen und anderen Insekten das ganze Jahr über mit Polen und Nektar versorgen. Und es gibt eine Vielfalt an Lebensräumen, wenn der Garten groß genug ist. Also Hecken, Beete, Büsche, Bienenweiden, evtl. auch ein Teich.
  3. Natürliche Nutzung und Bewirtschaftung: Wenn etwas angebaut wird, wird mit Gründünger gedüngt (das sind bestimmte Pflanzen, die man untergräbt), es wird mit Fruchtfolge gearbeitet, damit der Boden sich erholen kann, die Gartenabfälle kommen auf einen Komposthaufen. Um Nützlinge anzulocken gibt es „Nützlingsunterkünfte“, wie etwa ein Bienenhotel). Über die nackte Erde wird eine Mulchschicht gelegt (aus Rindenstückchen), oder bodendeckende Pflanzen eingepflanzt, so trocknet die Erde nicht aus, es muss weniger gegossen werden. Das Regenwasser wird aufgefangen und zum Bewässern genutzt.

Punkt 1 ist die Grundvoraussetzung, von den Punkten 2 und 3 sollten so viele Elemente wie möglich umgesetzt werden.

(Quelle: Bund Naturschutz Icking)

Die Natur in den Garten holen

Junger Igel im Herbstlaub (c) Haiko Hertes / pixelio.de

Junger Igel im Herbstlaub (c) Haiko Hertes / pixelio.de

Wer ökologisch denkt und fühlt, sieht so viel in der Welt, wogegen wir machtlos sind. Aber in einem Bereich sind wir nicht machtlos, das ist der eigene Garten (falls wir in der glücklichen Lage sind, einen zu besitzen). Hier können wir selbst entscheiden, ob alles sauber, ordentlich und akkurat ist oder ob wir wollen, dass es bei uns lebt. Ob wir Schmetterlingen, Bienen, Igeln, Blindschleichen und Vögeln eine Heimat geben wollen, und natürlich auch all den anderen Insekten und Kleintieren, die für unser ökologisches Gleichgewicht so wichtig sind.

Weil das Thema auch dem Bund Naturschutz am Herzen liegt, wollen wir, die Ortsgruppe Icking, uns dieses Jahr besonders um den ökologischen Garten kümmern, mit jahreszeitlichen Tipps und noch einigen Überraschungen. Sie werden informiert!

Hier schon ein kleiner allererster Tipp: Wenn Sie nun den Garten aufräumen, seien Sie vorsichtig mit Laub- und Asthaufen: Hierin könnte sich noch ein Langschläfer-Igel aufhalten. Stellen Sie ihm ein Schälchen Wasser hin und lassen Sie den Haufen liegen. Schließlich brauchen Herr und Frau Igel bald Material für den Nestbau, um viele süße kleine Igelbabys aufzuziehen.

Und lassen Sie die Brennnesseln wachsen. Ja, vielleicht sehen Sie sie als Unkraut an, die im Garten nichts zu suchen haben. Und doch sind Brennnesseln eine bevorzugte Trachtpflanze von hübschen Schmetterlingen wie das Pfauenauge und den Kleinen Fuchs. Und für das luftige Spiel der bunten Schmetterlinge im Sommer lohnt sich doch ein bisschen Wildwuchs in einem Teil Gartens!

Wenn auch Sie Tipps für den ökologischen Garten haben, dann bitte ich um rege Kommentare!

Beatrice Wagner, 15.4.2020

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