Dieser Herbst hat wieder Obst und Früchte in reicher Fülle hervorgebracht. Zumindest hier in Bayern biegen sich die Bäume fast unter der Last ihres Ertrages. Während die Zeit der Kirschen und Pflaumen nun vorbei ist, gibt es zurzeit Äpfel, Birnen und Quitten in Hülle und Fülle, bis dann, etwas später, die Zeit der Nussfrüchte anbricht.
Doch was, wenn man nicht mit einem eigenen Obst- oder Nussbaum gesegnet ist? Heißt es dann doch wieder nur: auf in den Supermarkt? Nein, nicht zwangsläufig. Oft hilft es, beim Spazierengehen die Augen offen zu halten. Denn vielerorts sind erntereife Bäume mit einem gelben Band verziert. Das gelbe Band ist ein bundesweites Zeichen dafür, dass die Obstbäume abgeerntet werden dürfen. Der BUND Naturschutz Icking hat einige Bäume auf der Streuobstwiese südlich des Ickinger Wertstoffhof an der B11 mit einem solchen gelben Band verziert. Auch Privatleute können natürlich ihre Obstbäume auf diese Weise kennzeichnen. Ebenso lohnt sich ein Blick auf die Website https://mundraub.org Hier gibt es eine interaktive Karte mit frei pflückbaren essbaren Leckereien, wie Obst, Nüsse, Kräuter.
Unsere Bitte nur, sowohl bei Mundraub als auch beim gelben Band: Nicht auf die Bäume steigen, nichts abbrechen und nur in haushaltsüblichen Mengen ernten.
Übrigens: Immer gut ist eine Mitgliedschaft bei der SOLAWI, einer solidarischen Landwirtschaft, bei der es auch frisches Obst und hauptsächlich frisches Gemüse zu beziehen gibt.
Denn warum sollen wir unser heimisches Obst und Gemüse, das hier bestens gedeiht, keine langen Transportwege braucht und in den genannten Beispielen auch noch biologisch und ungespritzt ist, nicht selbst genießen? Einer richtig schönen saftigen selbst geernteten Birne oder einem ebensolchen knackig-frischen Apfel kann eben kein weit hergereiste Designerfrucht das Wasser reichen, weder vom Geschmack noch von den Inhaltsstoffen.
Guten Appetit, wünscht Ihnen
Beatrice Wagner
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de